June 11, 2014

Reichenberger Straße 114 - Wir bleiben Alle!

Die Reichenberger Straße 114 besteht aus Vorderhaus, Seitenflügel, 1. Hinterhaus und 2. Hinterhaus.

Teile des Hauses wurden 1988 besetzt, mit den Besetzern wurden relativ schnell Verträge abgeschlossen.

Von 1991 bis 1994 wurden alle Häuser mit Ausnahme des 2. Hinterhauses aus öffentlichen Mitteln saniert.

In den letzten 3 Jahren gab es immer wieder Versuche der Hausverwaltung Format, einzelne Mieter zu kündigen oder zu vertreiben durch willkürliche Anzeigen und Versuche, die Wasser- oder Stromversorgung zu unterbrechen. Diese oft illegalen Aktionen wurden mit Hilfe der Polizei unterbunden, die Anzeigen erwiesen sich als gegenstandslos und wurden schnell eingestellt.

Seit Dezember 2006 ist das Haus unter Zwangsverwaltung, in dieser Zeit wurden erstmals seit langer Zeit wieder Reparaturen vorgenommen, die die Mieter eingefordert haben. Insbesondere seit die Hausverwaltung Format eingesetzt wurde, wurde kaum mehr auf Beschwerden der Mieter reagiert, daher haben viele Mieter ihre Zahlungen gemindert.

Am 29.11.2007 soll das Haus beim Amtsgericht Kreuzberg-Tempelhof versteigert werden. Es steht zu befürchten, dass erneut Versuche einsetzen werden, Mieter zu drangsalieren oder durch ungerechtfertigte Kündigungen einzuschüchtern.

Im Haus gibt es eine langjährig gewachsenen Mietergemeinschaft, die sich mit der Entwicklung des Kiezes auseinander setzt. Wir unterhalten Kontakte zu sozialen und politischen Initiativen, die sich gegen die Vertreibung ärmerer Berliner durch Investoren und Umstrukturierung einsetzen.

Wir beobachten als Bewohner die Veränderungen in Kreuzberg sehr genau und werden uns gegen Mieterhöhungen zur Wehr setzen. Wir kennen unsere Rechte und haben uns auch schon erfolgreich gegen Rausschmiss-Versuche des jetzigen Besitzers gewehrt !!

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