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February 22, 2021

Kundgebung vor der Reiche 114 am 27.02.
Protest at Reichenberger 114 on Feb 27

Die Mieter*innen und Unterstützer*innen der Reiche 114 rufen zu einer Kundgebung auf. Kommt alle!

Wann? Am Samstag, 27. Februar, von 14 bis 16 Uhr  
Wo? Vor der Reichenberger Straße 114 in Berlin-Kreuzberg
Das Motto? Wohnraum ist keine Ware! Immobilienspekulation stoppen!

Mit lauter Musik und Redebeiträgen u.a. von und zu:

  • Reichenberger Str. 114: Spekulationsobjekt im Besitz von Akelius
  • Vernetzung-Akelius-Mieter*innen: mit Infos zum Mietendeckel und Widerstand gegen Akelius
  • E3K (Eigenbedarf kennt keine Kündigung): AG gegen Eigenbedarfskündigung
  • Problem Privatvermieter: Mieterhöhung, Kündigung, Zwangsräumung in der Reichenberger 73 und vielen anderen Häusern
  • Deutsche Wohnen & Co. enteignen! (angefragt)
  • Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn (angefragt)
  • Çansel Kisiltepe (MdB) zu ihrer Anzeige gegen Akelius wegen vermutlich illegalen Share Deals (angefragt).

Und schon einmal vormerken: In Zukunft jeden Samstag von 13 bis 16 Uhr Informationen und Unterschriftenlisten zur Kampagne Deutsche Wohnen, Akelius & Co. enteignen!

 


 

February 4, 2021

Recherche: AKELIUS-Steuertrick bei Kauf der Reichenberger 114 illegal!
Investigation: AKELIUS' tax trick when buying Reichenberger 114 illegal!

[see below for the english translation] 

Bei Share Deals wechselt nicht eine Immobilie den Besitzer, sondern Anteile an einer Gesellschaft, der diese gehört. Im Falle der Reichenberger Straße 114 heißt diese Gesellschaft A.R.O. 40 GmbH. 

Werden weniger als 95 Prozent der Anteile weitergereicht, werden keine Grunderwerbssteuer fällig und das kommunale Vorkaufsrecht umgangen. AKELIUS GmbH Berlin hat daher nur 94,9 Prozent der Anteile der A.R.O. 40 GmbH erworben, die übrigen 5,1 Prozent hält eine Firma namens Torpet Sweden ltd. mit Sitz in Zypern. 

Nun hat die AKELIUS-Mieter*innenvernetzung recherchiert, dass auch Torpet Sweden anteilig zum AKELIUS-Firmengeflecht gehört. In diesem Fall wären die Machenschaften von AKELIUS ein Fall für die Steuerfahndung!

Graphik: AKELIUS-Mieter*innenvernetzung
 

In einem ähnlich gelagerten Fall hat die Bundestagsabgeordnete Cansel Kisiltepe AKELIUS im September 2020 angezeigt. Immerhin der Staatssekretär im Finanzministerium, Wolfgang Schmidt, hat die Rechercheergebnisse der AKELIUS-Mieter*innenvernetzung prompt aufgegriffen (die politische Verantwortung aber dem Koalitionspartner zugeschoben). 

Weitere Details gibt es hier. Wir danken der AKELIUS-Mieter*innenvernetzung für die gute Arbeit und sind gespannt auf weitere Enthüllungen - und fordern, dass die Politik den Machenschaften von AKELIUS und Konsorten einen Riegel vorschiebt!

Under the current rules for share deals, real estate transfer tax is avoided if an investor acquires less than 95 percent of a company owning German real estate. AKELIUS GmbH Berlin therefore only acquired 94.9 percent of A.R.O. 40 GmbH, the company owning Reichenberger Straße 114. The remaining 5.1 percent is held by some Torpet Sweden Ltd. from Cyprus. 

You might find it unpleasant, but it is legal. However, the AKELIUS tenants network has discovered Torpet Sweden actually is part of the widespread AKELIUS company as well! In this case, the AKELIUS' acitivities would be a case for tax investigators. 

In a similar case in Berlin-Neukölln, MP Cansel Kisiltepe reported AKELIUS in September 2020 to the authorities. No other than the State Secretary in the Federal Ministry of Finance has already taken up the news. 

For further information see here. Good job, AKELIUS tenants network. We are looking forward to further insights and urge the authorities to act!

March 3, 2019

Medien greifen Kritik an BERLIN ASPIRE auf
German media report misleading conduct by BERLIN ASPIRE

Zu unserer Freude haben nun auch große Medien unsere Berichterstattung über BERLIN ASPIRE aufgegriffen.

To our satisfaction, major media in Germany have picked up on tenants' criticism of misleading conduct by BERLIN ASPIRE. For the whole investigative story by Berliner Zeitung see here, for a report of public TV channel RBB see here.

Eine siebenmonatige Investigativrecherche der Berliner Zeitung bestätigt, wovor Mieter_innen-Initiativen schon langem warnen: BERLIN ASPIRE arbeitet mit einem dubiosen Geschäftsmodell basierend auf Doppelverträgen, verdeckten Kaufpreisrückzahlungen und Vorkaufsrechtvereitelungen. Das Rechercheteam deckte zudem auf, dass hinter BERLIN ASPIRE ein Geflecht von über 80 Firmen in Deutschland, Österreich, Zypern und Israel steht. Die komplette Recherche der Berliner Zeitung mit Podcast und Video findet ihr hier, einen Bericht des RBB hier.

Glückwünsche für die gelungene Öffentlichkeitsarbeit und solidarische Grüße an alle Mieter_innen, die noch mit BERLIN ASPIRE zu tun haben! BERLIN ASPIRE hat unser Mietshaus in der Reichenberger Straße 114 ja inzwischen abgestoßen und an den Immobiliengiganten AKELIUS verkauft, deren Geschäftmodell auf Luxusmodernisierungen und horrenden Mietsteigerungen basiert. Keine Frage, dass wir uns auch dagegen wehren.

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/02/aspire-wohnungen-berlin-verkauf-israel-anleger-.html?fbclid=IwAR2feWneCtMmRQxDzRDFEo2nXn7-6HEkVw-Jt1pLI18GiHdXGb6IEfSrsQA

April 15, 2018

25 000 protestieren gegen Mietenwahnsinn und AKELIUS
25,000 protest rising rents and AKELIUS



Die Demonstration am gestrigen Samstag war ein großer Erfolg der Berliner Mieter_innen. Nach Schätzung der Veranstalter_innen sind rund 25.000 Personen dem Aufruf zum WIDERSETZEN gefolgt - trotz des anfänglichen Regenwetters.

Das ist ein starkes Signal der Solidarität und gegen die Vereinzelung. Über 220 Initiativen und Organisationen haben durch die Unterstützung der Demonstration ein überwältigendes Zeichen des Aufbruchs gesetzt.

Auch das Bündnis gegen Akelius, darunter die Mieter_innen der Reichenberger 114, beteiligte sich. Das war ein vielversprechender Auftakt. Leidgeplagte Akelius-Mieter_innen, vernetzt euch hier!

 




 Hier gibt es Presseberichte etwa des Neuen Deutschlands und der Berliner Zeitung.





March 25, 2018

Mieter_innen schlagen BERLIN ASPIRE in die Flucht – AKELIUS lauert schon
Tenants fight off BERLIN ASPIRE – New threats through AKELIUS

Berlin Aspire hat sich am Widerstand der Mieter_innen der Reichenberger 114 die Finger verbrannt – doch denen droht bereits neues Ungemach.

Der Plan von Berlin Aspire, das Mietshaus Reichenberger 114 in Eigentumswohnungen umzuwandeln und die Mieter_innen zu vertreiben, ist nicht aufgegangen. Jetzt hat Aspire die Notbremse gezogen und das Haus zum 1.1.2018 an den schwedischen Immobiliengiganten Akelius verkauft. Laut eigner Webseite besitzt Akelius 50.000 Wohnungen in sechs Ländern, ihr Wert beläuft sich auf gigantische 6,3 Milliarden Euro.
Widerstand in der Okerstraße 3

Beim Kauf hat Akelius das sog. Share-Deal Verfahren genutzt – ein Trick, um Steuern zu sparen und das Vorkaufsrecht der Mieter_innen zu umschiffen. Das ist ein politischer Skandal, weil das Haus im Milieuschutzgebiet liegt und 1990-1995 mit öffentlichen Geldern saniert wurde.

Bei Share-Deals kauft eine Immobilienfirma nicht direkt Wohnungen oder Häuser, sondern nur Anteile an einer Firma, der diese gehören. Sie erwirbt maximal 94,9 Prozent des Objekts und muss keine Grunderwerbsteuer zahlen. So erwarb Akelius die Mehrheit an der „Reichenberger Straße 114 Residential Grundstücks GmbH & Co. KG“ von Berlin Aspire. Schätzungen zufolge entgehen allein Berlin durch solche Tricks 100 Millionen Euro im Jahr.

Akelius Geschäftsmodell basiert auf koninuierlichen Mieterhöhungen, wobei vor allem (forcierte) Mieter_innenwechsel große Sprünge erlauben. Wohin die Reise geht, zeigt folgendes Beispiel im Mietshaus gegenüber: In der Reichenberger Straße 72A vermietet Akelius eine dunkle Erdgeschosswohnung von 28 ㎡ für sage und schreibe 850 €. Bewerben könnt ihr euch bei Sandy Ecke: sandy.ecke@akelius.de

Akelius ist übrigens nicht in der noblen Friedrichstraße ansässig, sondern direkt in Kreuzberg: Erkelenzdamm 11-13, 10999 Berlin.

Die Mieter_innen der Reichenberger 114 hat der Sieg über Berlin Aspire weiter ermutigt. Dra åt helvete, Akelius. Unser Kampf geht weiter!

28 ㎡ und Blick auf die Mülltonnen für 850 €