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June 23, 2021

Bericht zur Kundgebung am 20. Juni: Kampagnen-Endspurt für die Enteignung von Akelius, Deutsche Wohnen & Co!
Report on the June 20 manifestation: a successful campaign finish to expropiate Akelius, Deutsche Wohnen and alike!

Am Sonntag (20.06.21) haben mehrere hundert Menschen vor den beiden Akelius-Häusern Reichenberger Str. 114 und 72a gegen Akelius und gegen die Spekulation mit Wohnraum im allgemeinen demonstriert. Niemand mag Akelius, niemand will Akelius und niemand findet sich einfach so mit Akelius ab - never! 

Sonne satt, gute Musik, interessante Redebeiträge und super Stimmung machten diese Musik-Kundgebung zu einem sehr heißen Sommervergnügen. Die Nachricht an Akelius und alle Spekulanten war klar und laut: Wir akzeptieren nicht, dass mit unseren Häusern und Wohnungen spekuliert wird, denn Wohnraum ist keine Ware! 

Viel Spaß mit unserer kleinen Galerie.

 

 


 







March 1, 2021

Solide Kundgebung und erfolgreicher Kampagnenstart zur Enteignung von Deutsche Wohnen, Akelius & Co
Neat manifestation and successful kick-off for the expropriation of Deutsche Wohnen, Akelius & Co.

[see below for the english translation] 

Am Sonntag hat sie stattgefunden, unsere kleine aber feine Kundgebung vor der Reichenberger Straße 114 in Kreuzberg. Unter dem Motto "Wohnraum ist keine Ware" demonstrierten insgesamt 150 Menschen gegen die Verdrängung von einkommensschwachen Mieter*innen und die Machenschaften der Immobilienbranche. 

Die Kundgebung bildete zugleich einen erfolgreichen Auftakt zur Unterschriftensammlung für die Enteignung von Deutsche Wohnen, Akelius & Co. So gut wie alle Passant*innen kannten die Kampagne bereits und wollten sofort unterschreiben.

In den nächsten vier Monaten könnt ihr euch jeweils Samstag zwischen 13-16 Uhr vor der Reichenberger Str. 114 über die Kampagne informieren und die Petition unterschreiben. Gemeinsam schaffen wir das Ziel von 170.000 gültigen Unterschriften!


It was a small but nice happening, our rally on Saturday in front of Reichenberger Strasse 114 in Berlin-Kreuzberg. Under the motto "Housing is not a commodity", a total of 150 people protested against the expulsion of low-income tenants and the machinations of the real estate industry.

At the same time, the rally marked a successful kick-off to the collection of signatures for the expropriation of Deutsche Wohnen, Akelius & Co. Almost all passerbys already knew the campaign and signed immediately.

For the next four months you can find out more about the campaign and sign the petition on Saturdays between 1pm and 4pm in front of Reichenberger Str. 114. Together we will achieve the goal of 170,000 valid signatures!

For further information, see the speech of the Akelius tenants association (in English).


February 22, 2021

Spekulationsobjekt vs. selbstorganisierter Freiraum: Eine kleine Chronik der Reiche 114
Speculative Capitalism vs. Self-Organized Open Spaces: A Brief Chronicle of Reichenberger 114

1990 kaufte der Filmproduzent und Unternehmer Artur Brauner die Reichenberger Straße 114. Zahlreiche Wohnungen wurden besetzt, und das Frauenkollektiv erkämpfte gute Bedingungen für alle Bewohner*innen bei der öffentlich geförderten Moder­nisierung der vorderen Gebäudeteile ab 1992 – und auch für die Bewohner*innen des Fabrik­gebäudes. Das Fabrikgebäude wurde allerdings weder modernisiert, noch instandgehalten, sondern durch Eigeninitiative vor dem Verfall ge­rettet. 

Mit diesen erfolgreichen Kämpfen schufen die Bewohner*innen die Vorausset­zungen dafür, dass das Haus bis heute An­laufstelle und Zufluchtsort ist für Menschen, die aus verschie­densten Gründen struktureller Dis­kriminierung ausgesetzt sind, ins­besondere für Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben und / oder aus an­deren Län­dern hierher geflüchtet sind. Viele der Bewohner*innen sind in der FLINT*-Szene verwurzelt. Diesen Frei­raum wollen wir erhalten für unkonvention­elle, basisdemokrati­sche, selbst­organisierte Lebensformen. 

Artur Brauner verkaufte das Haus 2010 an die Firma TuAr. Die­se verkaufte 2011 weiter an Akershus, einem Teil von Henrik Ulvens Immobilenkonsortium. Doch auch für Ulven waren die Mieter*innen der Reiche 114 zu gut organi­siert. Um weiteren Stress zu vermeiden, verkaufte er 2014 an Berlin Aspire.

Doch auch die bissen sich die Zähne an den renitenten Mieter*innen aus und ver­kauften 2018 an Akeli­us – für Berlin Aspire allerdings zu spät: Eine umfangreiche Recherche deckte die Betrü­gereien von Berlin Aspire auf und läutete das Ende des Unternehmens ein.

Seit 2010 waren es also vier Verkäufe – und dabei eine rein spekulative Preis­steigerung um etwa 500 Prozent. Nichts wurde in das Haus investiert. Oft mussten Mieter*in­nen vor Gericht ziehen, damit die Besitzer*innen auch nur die notwendigsten Reparaturen durchführten.

Wir Bewohner*innen wehrten und wehren uns auf allen Ebenen: Mit vielfälti­gen Mitteln leisten wir Widerstand dagegen, dass die Besitzer ihr Kommerz- und Profit-Konzept reibungslos durchziehen. Im Haus, auf der Straße, im Büro der Besitzer*innen, vor Gericht und an vielen anderen Orten.

Unser Ziel: Selbstorganisierung und freie Entfaltung für alle Menschen - unabhängig von ihrer Finanzstärke - anstatt Kommerzialisierung der öffentli­chen und privaten Räume.

Unterstützt uns! Kommt zur Kundgebung am Samstag, 27. Februar, ab 14 Uhr vor der Reichenberger Str. 114!




 

Kundgebung vor der Reiche 114 am 27.02.
Protest at Reichenberger 114 on Feb 27

Die Mieter*innen und Unterstützer*innen der Reiche 114 rufen zu einer Kundgebung auf. Kommt alle!

Wann? Am Samstag, 27. Februar, von 14 bis 16 Uhr  
Wo? Vor der Reichenberger Straße 114 in Berlin-Kreuzberg
Das Motto? Wohnraum ist keine Ware! Immobilienspekulation stoppen!

Mit lauter Musik und Redebeiträgen u.a. von und zu:

  • Reichenberger Str. 114: Spekulationsobjekt im Besitz von Akelius
  • Vernetzung-Akelius-Mieter*innen: mit Infos zum Mietendeckel und Widerstand gegen Akelius
  • E3K (Eigenbedarf kennt keine Kündigung): AG gegen Eigenbedarfskündigung
  • Problem Privatvermieter: Mieterhöhung, Kündigung, Zwangsräumung in der Reichenberger 73 und vielen anderen Häusern
  • Deutsche Wohnen & Co. enteignen! (angefragt)
  • Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn (angefragt)
  • Çansel Kisiltepe (MdB) zu ihrer Anzeige gegen Akelius wegen vermutlich illegalen Share Deals (angefragt).

Und schon einmal vormerken: In Zukunft jeden Samstag von 13 bis 16 Uhr Informationen und Unterschriftenlisten zur Kampagne Deutsche Wohnen, Akelius & Co. enteignen!

 


 

April 8, 2019

Proteste gegen Mietenwahnsinn, Petition zur Enteignung von AKELIUS
Action day against outrageous rents, petition to expropiate AKELIUS started

With the slogan „United against evictions and outrageous rents (#Mietenwahnsinn)“ a Europe-wide action day was held on April 6 with demonstrations and actions in Barcelona, Cologne, Dortmund, Dresden, Freiburg, Jena, Leipzig, Lisbon, Munich, Paris, Potsdam, Stuttgart and more.

In Berlin alone, some 40,000 took the streets welcoming the start of a petition to expropiate AKELIUS and alike and take their real estate properties into public ownership. For the broad media coverage (in German) see here.



Während der internationalen Aktionstage fanden in vielen Städten Demonstrationen und Aktionen unter dem Motto „Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“ statt.

Allein in Berlin protestierten am Samstag 40 000 Menschen, darunter hunderte Mieter_innen von Wohnungen, die sich im Besitz von AKELIUS befinden. Auch wir von der Reichenberger 114 waren dabei.

Zugleich lief das Volksbegehren zur Enteignung von DEUTSCHE WOHNEN, AKELIUS und anderen an. Die Intitiative könnt ihr hier unterstützen.

Den Medienspiegel findet ihr hier.

Selbst der RBB bringt einen sehenswerten Beitrag




October 23, 2018

Video-Aktivismus vs. BERLIN ASPIRE
Video activism vs. BERLIN ASPIRE

Feminist image production zeigt mit "Taking Privatisation Personal", dass Widerstand gegen einen abstrakten gesellschaftlichen Prozess persönlich und kunstvoll sein kann. Chapeau! Nicht nur weil es die uns nur zu gut vertrauten Machenschaften von BERLIN ASPIRE thematisiert, teilen wir das Video gerne. "Gemeinsam gegen Verdrängung in der Donaustraße 10/11 - und überall!"

Feminist image production's video performance "Taking Privatization Personal" shows that resistance to an abstract social process can be personal and artistic. Great job! Not only because it deals with the wheelings and dealings of our previous tormentors BERLIN ASPIRE, we happily share the video. "Together against gentrification in Donaustr. 10/11 - and everywhere!"

August 8, 2018

Neue Artikel: Mieter_innen contra AKELIUS
New articles unmask AKELIUS, tenants resistance keeps rising

Falls aufgrund der Hitze die Aufmerksamkeit nachgelassen hat, hier zwei kleine Lektürehinweise:

In der aktuellen Ausgabe des "Mieterechos" berichtet die Vernetzung der Akelius-Mieter*innen Berlin unter der Überschrift "Besser leben ohne Akelius" über Mietenwahnsinn und den Widerstand gegen den Immobiliengiganten AKELIUS. Auch das "Neue Deutschland" widmet dem Thema mit "Gemeinsam gegen Mieterhöhungen" einen ausführlichen Beitrag.

Glückwunsch für die gelungene Öffentlichkeitsarbeit.

https://www.bmgev.de/uploads/media/MieterEcho_Nr._396_01.pdf
Link zum Download der aktuellen Ausgabe

June 17, 2018

Demonstration vor AKELIUS-Zentrale
June 2: Protests in front of AKELIUS headquarters

Nachtrag: Am 2. Juni haben in Solidarität mit dem "Mietenmove" in Hamburg 100 Personen vor der AKELIUS-Zentrale in Berlin demonstriert. Dazu gab es folgende Pressemitteilung.

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[3.6.18] PM der Akelius-Mieter*innen-Vernetzung Berlin Berlin solidarisch mit Hamburg!

Protest vor der Akelius-Zentrale in Berlin am 2. Juni 2018 Gestern protestierten 80 bis 100 Akelius-Mieter*innen und Unterstützer*innen vor der Akelius-Zentrale in Kreuzberg aus Solidarität mit dem MIETENmove! in Hamburg. Auf Schildern und Transparenten prangerten die Protestierenden die Geschäftspraxis von Akelius an.

Zu lesen war:

Akelius: 37,- / m² – Spinnt ihr?!
Lebst du noch? - oder wohnst Du bei Akelius?
„Mieter*innen? Auspressen!“ Ekelius
Friede den Hütten – Krieg den Palästen
# Mietenwahnsinn stoppen! Berlin solidarisch mit Hamburg
Wohnraum muss bezahlbar bleiben

Ehemalige, durch einen Hauskauf neu übernommene sowie aktuell von Akelius verklagte Mieter*innen kamen miteinander ins Gespräch und tauschten ihre Erfahrungen aus. Die Kundgebung schlug einen großen Bogen der Solidarität zwischen den Mieter*innen der Deutschen Wohnen und den von Akelius sowie den von anderen Vermietern. Ebenso erklärten sich Akelius-Mieter*innen aus Berlin, Hamburg und Brooklyn / New York solidarisch zueinander.

Die Polizei war mit mehreren Mannschaftswagen und Hunden vor Ort, und – anders als sonst – waren die Rollos der Akelius-Zentrale in den beiden ersten Geschossen heruntergelassen.

Wir fragen uns:
- wie sich Akelius in seiner Selbstdarstellung als erstklassiger Dienstleister seiner Mieter*innen definieren kann und gleichzeitig solche Angst vor eben diesen Mieter*innen hat.
- warum Akelius Leerstand mit Metallplatten und 24 h Security sichert – wie in der Reichenberger Straße 114, anstatt leer stehende Wohnungen und Gewerbeflächen zur ortsüblichen Miete anzubieten. - warum die Politik dem Treiben von Akelius keine Grenzen setzt und stattdessen die Polizei zum Schutz dieser Spekulanten einsetzt.

Zu "Berlin solidarisch mit Hamburg!" stehen die Redebeiträge, Solidaritätsnoten, ein Bericht über die Kundgebung und Erfahrungsberichte von Akelius-Mieter*innen gesammelt hier.

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Der RBB berichtete in der Abendschau. Hier ein Bericht zu den Protesten in Hamburg aus dem Hamburger Abendblatt.








May 22, 2018

AKELIUS-Leerstand #besetzen
Activists squat vacant AKELIUS shop



Jahrelang stand das Ladenlokal in der Reichenberger Straße 114 leer. Seit zwei Monaten nutzt es das Kollektiv „Friedel54 im Exil“. Gestern öffnete es im Rahmen von #besetzen für den gesamten Kiez und für alle, die eine solidarische Stadt wollen - bis die Berliner Polizei den Freiraum brutal räumte. Für das erste jedenfalls, sagen die Aktivist_innen.

In protest at scarce and unaffordable living space, activists occupied several empty apartments in Berlin on Sunday and Monday, leading to police evictions in buildings in Neukölln and Kreuzberg  [more details here].











April 22, 2018

Video: 25 000 gegen AKELIUS & Konsorten
Video: 25,000 against AKELIUS and alike

Als kleiner Nachschlag: Auch nach anfänglichem Dauerregen, fast drei Stunden Marsch und 5 Kilometern Strecke bot die Mietenwahnsinn-Demonstration am 14. April noch einen sehr imposanten Anblick. Den Zeitraffer wollen wir euch und unseren Widersachern - allen voran AKELIUS - nicht vorenthalten.

April 15, 2018

25 000 protestieren gegen Mietenwahnsinn und AKELIUS
25,000 protest rising rents and AKELIUS



Die Demonstration am gestrigen Samstag war ein großer Erfolg der Berliner Mieter_innen. Nach Schätzung der Veranstalter_innen sind rund 25.000 Personen dem Aufruf zum WIDERSETZEN gefolgt - trotz des anfänglichen Regenwetters.

Das ist ein starkes Signal der Solidarität und gegen die Vereinzelung. Über 220 Initiativen und Organisationen haben durch die Unterstützung der Demonstration ein überwältigendes Zeichen des Aufbruchs gesetzt.

Auch das Bündnis gegen Akelius, darunter die Mieter_innen der Reichenberger 114, beteiligte sich. Das war ein vielversprechender Auftakt. Leidgeplagte Akelius-Mieter_innen, vernetzt euch hier!

 




 Hier gibt es Presseberichte etwa des Neuen Deutschlands und der Berliner Zeitung.





March 25, 2018

Mieter_innen schlagen BERLIN ASPIRE in die Flucht – AKELIUS lauert schon
Tenants fight off BERLIN ASPIRE – New threats through AKELIUS

Berlin Aspire hat sich am Widerstand der Mieter_innen der Reichenberger 114 die Finger verbrannt – doch denen droht bereits neues Ungemach.

Der Plan von Berlin Aspire, das Mietshaus Reichenberger 114 in Eigentumswohnungen umzuwandeln und die Mieter_innen zu vertreiben, ist nicht aufgegangen. Jetzt hat Aspire die Notbremse gezogen und das Haus zum 1.1.2018 an den schwedischen Immobiliengiganten Akelius verkauft. Laut eigner Webseite besitzt Akelius 50.000 Wohnungen in sechs Ländern, ihr Wert beläuft sich auf gigantische 6,3 Milliarden Euro.
Widerstand in der Okerstraße 3

Beim Kauf hat Akelius das sog. Share-Deal Verfahren genutzt – ein Trick, um Steuern zu sparen und das Vorkaufsrecht der Mieter_innen zu umschiffen. Das ist ein politischer Skandal, weil das Haus im Milieuschutzgebiet liegt und 1990-1995 mit öffentlichen Geldern saniert wurde.

Bei Share-Deals kauft eine Immobilienfirma nicht direkt Wohnungen oder Häuser, sondern nur Anteile an einer Firma, der diese gehören. Sie erwirbt maximal 94,9 Prozent des Objekts und muss keine Grunderwerbsteuer zahlen. So erwarb Akelius die Mehrheit an der „Reichenberger Straße 114 Residential Grundstücks GmbH & Co. KG“ von Berlin Aspire. Schätzungen zufolge entgehen allein Berlin durch solche Tricks 100 Millionen Euro im Jahr.

Akelius Geschäftsmodell basiert auf koninuierlichen Mieterhöhungen, wobei vor allem (forcierte) Mieter_innenwechsel große Sprünge erlauben. Wohin die Reise geht, zeigt folgendes Beispiel im Mietshaus gegenüber: In der Reichenberger Straße 72A vermietet Akelius eine dunkle Erdgeschosswohnung von 28 ㎡ für sage und schreibe 850 €. Bewerben könnt ihr euch bei Sandy Ecke: sandy.ecke@akelius.de

Akelius ist übrigens nicht in der noblen Friedrichstraße ansässig, sondern direkt in Kreuzberg: Erkelenzdamm 11-13, 10999 Berlin.

Die Mieter_innen der Reichenberger 114 hat der Sieg über Berlin Aspire weiter ermutigt. Dra åt helvete, Akelius. Unser Kampf geht weiter!

28 ㎡ und Blick auf die Mülltonnen für 850 €