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October 23, 2018

Video-Aktivismus vs. BERLIN ASPIRE
Video activism vs. BERLIN ASPIRE

Feminist image production zeigt mit "Taking Privatisation Personal", dass Widerstand gegen einen abstrakten gesellschaftlichen Prozess persönlich und kunstvoll sein kann. Chapeau! Nicht nur weil es die uns nur zu gut vertrauten Machenschaften von BERLIN ASPIRE thematisiert, teilen wir das Video gerne. "Gemeinsam gegen Verdrängung in der Donaustraße 10/11 - und überall!"

Feminist image production's video performance "Taking Privatization Personal" shows that resistance to an abstract social process can be personal and artistic. Great job! Not only because it deals with the wheelings and dealings of our previous tormentors BERLIN ASPIRE, we happily share the video. "Together against gentrification in Donaustr. 10/11 - and everywhere!"

June 13, 2016

"Der Eimer ist voll!" | "The garbage can is full!"




Obwohl die Betriebskosten längst überdurchschnittlich hoch sind, lässt BERLIN ASPIRE die Bewohner_innen der 114 weiterhin im (Sperr-)Müll leben. Der dringenden Bitte nach einer weiteren Mülltonne wurde bis heute nicht entsprochen.

Wir sagen: "Der Eimer ist voll! Schmeißt euren Müll dem Hausbesitzer vor die Tür!"





Although service charges are far higher than average, BERLIN ASPIRE leaves the tenants of Reichenberger 114 live in garbage. The demand for another garbage can was not met until today.

We say: 'The garbage can is full! Throw your garbage in front of the landlord's door!"


March 26, 2015

REICHE 114 spendet für eigene Hausverwaltung | REICHE 114 donates to BEARM property management

Tenants and neighbours of REICHENBERGER 114 have collected donations for BEARM property management as BEARM seems not to have the money for a second key to the boiler room (and prefers to see the tenants freeze).

Übergabe einer Spendensammlung der MieterInnen der Reichenberger Str. 114 und ihrer NachbarInnen für einen zweiten Heizungskeller-Schlüssel an die Hausverwaltung BEARM

Wir wissen: Berlin Aspire gibt sich gerne groß, ist aber doch wohl eher klein. Ebenso die Hausverwaltung BEARM, an der Berlin Aspire 95% der Eigentümeranteile hält. Und weil die beiden so arm dran sind, mussten wir MieterInnen der Reichenberger Str. 114 diesen Winter immer wieder im Kalten sitzen.

Im November/Dezember 2014 fiel vom 27.11. bis 5.12. die Heizungs- und Warmwasserversorgung im gesamten Haus aus. Brenner-Totalschaden. Aber dass der Brenner defekt war und hätte ausgetauscht werden müssen, war schon bei der letzten Inspektion am 17. Februar 2014 festgestellt worden. Nur Berlin Aspire wollte sich um die Reparatur drücken. Vergebens, der Brenner verreckte endgültig und wir froren.

Und vom 09.02. bis 10.02.2015 noch mal das Gleiche. Totalausfall der Heizung- und Warmwasserversorgung für alle MieterInnen. Diesmal lag zwar kein Brenner-Totalschaden vor, aber weil BEARM leider nur einen Schlüssel für den Heizungskeller hat und ein Mitarbeiter diesen mit nach Hause genommen hatte und dieser Mitarbeiter zu allem Unglück auch noch erkrankte, konnte eben niemand in den Heizungskeller geschickt werden, um die Anlage wieder anzuschmeißen. Und weil ein Totalausfall der Heizungsanlage kein Notfall ist, wurde natürlich auch kein Notdienst beauftragt.

Wir MieterInnen sind aber handfeste OptimistInnen und glauben unerschütterlich daran, dass irgendwann Vernunft, Logik und Verantwortungsgefühl auch bei den Menschen von Berlin Aspire und BEARM einziehen werden. Aber um die Zeit bis dahin zu überbrücken, haben wir zusammengelegt und für einen zweiten Heizungskeller-Schlüssel gesammelt.

Daher: einfach das Sparschwein öffnen, mit dem vorhandenen Heizungskeller-Schlüssel zum Schlüsseldienst gehen und freundlich darum bitten, dass er nachgemacht wird. Sollte das allerdings eine Überforderung darstellen, bieten wir an, all diese komplizierten Schritte selbst zu erledigen und den Ersatzschlüssel auch gleich bei uns aufzubewahren. Dann ist er stets vor Ort und wir müssen nicht mehr frieren.

Die edlen SpenderInnen:

Mieterinnen und Mieter der Reichenberger Str. 114 und ihre NachbarInnen 
 
 
 

September 10, 2014

SPD verschleppt Umwandlungsverordnung | SPD delays condo conversion stop

Wir dokumentieren hier die Presseerklärung der Stadtteilinitiative Café Reiche gegen die Verschleppung der Umwandlungsverordnung durch die Koalitionsparteien SPD und CDU im Berliner Abgeordnetenhaus:

Heute, 10.09.2014, fand im Berliner Ausschuss Bauen, Wohnen und Verkehr im Abgeordnetenhaus eine Sitzung statt, auf der auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen über eine Umwandlungsverordnung abgestimmt werden sollte. Diese Verordnung sollte für die „Milieuschutzgebiete“ in den Bezirken Pankow, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen durch eine Genehmigungspflicht einschränken.

Viele Interessierte, betroffene MieterInnen und PressevertreterInnen waren anwesend. Die Besucherplätze des Saals 311 waren gut gefüllt.

Auf Antrag von Frau Spranger, Sprecherin der SPD im Ausschuss, wurde mit den Stimmen der SPD und der CDU der Punkt der Umwandlungsverordnung gleich zu Beginn der Sitzung von der Tagesordnung genommen. Dies ist nun schon die vierte Verschiebung des Themas. Der zuständige Senator hatte es nicht nötig auf der Sitzung zu erscheinen. Für die von Umwandlung betroffenen MieterInnen ist dies Hohn.

Gerade in den Berliner Milieuschutzgebieten wäre die Umwandlungsverordnung ein notwendiges Instrument, um die schnell fortschreitende Verdrängung von langjährigen MieterInnen aus ihren Wohnungen und Kiezen zu verhindern. Außerdem könnte so bezahlbarer Wohnraum im Innenstadtbereich erhalten werden.

Dass ein solches Verbot notwendig ist, zeigen die Zahlen der umgewandelten Wohnung in Berlin. Im Jahr 2013 wurden 9178 Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt.

München und Hamburg haben sich getraut und eine Umwandlungsverordnung erlassen. Wann traut sich Berlin?

In den vergangenen Wochen haben sich führende SPD-Köpfe, insbesondere Herr. Müller und Herr Stöß, in der Presse geäußert, dass sie eine Umwandlungsverordnung für Berlin erlassen wollen. Nun hat sich gezeigt, dass dies nur leere Politikerhülsen sind, die sich mit Verweis auf den Koalitionspartner in Luft auflösen. Obwohl die SPD mit den Stimmen der Opposition die Umwandlungsverordnung verabschieden könnte.

Wir fordern weiterhin einen sofortigen Stopp aller Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen und den Erlass einer Umwandlungsverordnung!

Stadtteilinitiative Café Reiche

August 31, 2014

Redebeitrag des Café Reiche zur Aufwertung | Today's speech by Café Reiche on gentrification

Gut besucht schon am Nachmittag (Fotos: GEKKO Reichenberger Kiez)
Wir dokumentieren hier den Redebeitrag des Café Reiche auf dem heutigen 6. Reichenberger Straßenfest:

"Seit Jahren beobachten wir im Reichekiez eine rasante Aufwertung. Hier, wo Jahrzehnte kaum jemand leben wollte, entstehen Luxusbauten wie das CarLoft und werden massenhaft Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt. Das alles geht einher mit der Verdrängung langjähriger Mieter_innen, die schon hier gewohnt haben, als der Kiez für vermögende Leute noch unattraktiv war. Die Menschen, die jetzt aus unserem Kiez rausgedrängt werden, haben den Kiez über Jahre gestaltet und eine solidarische Nachbarschaft gepflegt. Jetzt sollen sie raus und finden bezahlbaren Wohnraum nur noch am Stadtrand. Wir finden das Scheiße und organisieren uns dagegen, weil es unsere Freund_innen, Nachbar_innen und wir selbst sind, die Platz machen sollen für die neuen wohlhabenden Käufer_innen und Mieter_innen. Welche Dimensionen das ganz hat, zeigen folgende Zahlen: In Friedrichshain-Kreuzberg wurden im letzten Jahr 1563 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt und mit knapp 3.200 Immobilienverkäufe etwa 1,5 Milliarden Euro über den Tisch geschoben. Aktuell trifft es die Reiche 114, die von Berlin Aspire Real Estate in Eigentumswohnungen umgewandelt werden soll.

Der Infostand der Reiche 114
Der Ausverkauf der Stadt und die Zerstörung unserer Lebensräume muss endlich gestoppt werden. Wir haben an den Ständen der Café Reiche und der Reiche 114 zahlreiches Infomaterial ausliegen. Lasst uns miteinander ins Gespräch kommen und gegenseitig unterstützen. Aktionen, die anstehen, sind unter anderen: eine große Mieter_innen-Demo am Samstag, dem 6. September, gegen Verdrängung und Umwandlung, Treffpunkt 15:00 Mehringdamm/Blücherstraße. Oder der kollektive Besuch des Berliner Abgedordentenhauses am Mittwoch, dem 10. September, 14.00 Uhr, Raum 311 – Bernhard-Letterhaus-Saal. In dieser Sitzung soll darüber debattiert werden, ob Berlin eine Umwandlungsverordnung braucht oder nicht. Wir sagen: Ja! Die brauchen wir schon lange und jetzt erst recht!

Und wem das alles viel zu langsam geht oder wer mal seinen ganzen Frust rauslassen will, kann an unseren Ständen auch zum Dosenwerfen kommen und Taekker, Berlin Aspire, Akelius und Salaground mal richtig vom Tisch fegen. Und weil es legal ist, Mietwohnungen als Eigentumswohnungen zum Verkauf anzubieten, auch wenn sie noch gar nicht umgewandelt wurden, zerschlagen und verkloppen wir mal eben auch symbolisch die ganzen Immobilienfirmen, die uns das Leben schwer machen. Der Einsatz ist niedrig: von faulen Eiern über Farbbetel und Pflastersteinen nehmen wir auch falsches und echtes Bares. Das echte Bare werden wir an die Repressionsopfer der Zwangsräumung in der Reiche 73 vom 27. März diesen Jahres weiterreichen. Hauseigentümer, CDU-Politiker und Burschenschaftler Brenning hat die Solidarität der Nachbar_innen mit massiver Polizeigewalt beantwortet. Nach der Räumung wurden 10% der Unterstützer_innen festgenommen und noch Wochen später zog die Polizei mit Hilfe von Videoauswertungen Unterstützer_innen aus der U-Bahn und verpasste ihnen eine Anzeige. Die Polizei, die 9 Tage unseren Kiez belagert hat um die besetzte Schule zu räumen, ist hier nicht willkommen! Dagegen betonen wir ausdrücklich: Refugees welcome!"

August 6, 2014

Demonstration 6.9., 15 h: "Wohnraum ist keine Ware!" | Rally on Sep 6, 3 pm: "Housing is no Commodity!"

Kommt alle! Demonstration Sonnabend, 6. September, 15 h: "Wohnraum ist keine Ware!"
Start: Mehringdamm/Blücherstrase

Join in, everybody! Demonstration Saturday, September 6, 3 pm: "Housing is a Right, Not a Commodity!" 
Starts: Mehringdamm/Blücherstrase. 

We will show solidarity at several endangered houses and protest at the investors' headquarters.

NO DEPLACEMENT OF LOW INCOME RESIDENTS !   
STOP CONDO CONVERSION NOW  ! !
BERLIN ASPIRE AND ALIKE: F*** OFF ! ! !



August 5, 2014

Solidaritätsgraffiti gegen BERLIN ASPIRE | Solidarity graffiti against BERLIN ASPIRE

Wer im Kiez lebt, wird gesehen haben, dass die Fassade der Reichenberger Strasse 114 immer wieder mit Graffiti in Solidarität mit den Mieter_innen versehen wird. Klar, weil BERLIN ASPIRE die Wohnungen teuer verkaufen will, stört sie das. BERLIN ASPIRE hat daher die Hausverwaltung BEARM beauftragt, alle Soli-Graffiti postwendend zu entfernen.

Damit sich alle ein Bild machen können, dokumentieren wir hier einige Eindrücke. Das gilt insbesondere für die Kaufinteressent_innen im In- und Ausland, denen die Wahrheit über die Widerstände der Mieter_innen vorenthalten werden soll.

Anyone in the neighborhood has probably noticed that the facade of Reichenberger Strasse 114 is often improved with graffiti in solidarity with the tenants. As BERLIN ASPIRE wants to sell the tenents' homes at maximum prize they need a conflict-free image. That is why they have instructed their property management BEARM to immediately remove all new solidarity graffiti.

So that everyone can take a look, we have documented some impressions here. This might be particularly interesting for prospective buyers here and abroad. Be aware, BERLIN ASPIRE withholds the truth from you about the tenants resistance.




True: White on black never really worked
Reiche 114 monster will get you, Aspire!
We will all stay!
Top 4 of the bad gus
This is our home! Don't you get it???!!
Aspire, piss off! Warning: Don't buy here!

Well, everyone gets that, right?





August 4, 2014

Niederlage für BERLIN ASPIRE: Baustopp in der Sonnenburger 55 // Defeat for BERLIN ASPIRE: construction stop in Sonnenburger 55

Mit Freude haben wir vom einstweiligen Baustopp in der Sonnenburger Strasse 55 erfahren.

Wir Mieter_innen der Reichenberger 114 gratulieren unseren Freund_innen in der Sonnenburger 55 herzlich zu diesem Erfolg. BERLIN ASPIRE kapier's endlich: Hände weg von unseren Häusern! Ihr macht mit unseren Wohnungen kein schnelles Geld!! Wir wehren uns!!! 


It is with joy that we learned of a decreed construction stop in Sonnenburger Strasse 55.

We, tenents from the Reichenberger 114, congratulate our friends in
Sonnenburger 55.  Don't you get it, BERLIN ASPIRE? Hands off our homes! You won't make fast money here!! We will stay!!!

July 22, 2014

Lautstarke Fahrraddemo gegen Umwandlung // Noisy bike rally against condominium conversion

Yesterday's bike rally showed resistance against condominium conversion in Berlin is growing.

Die gestrige Fahrraddemo hat gezeigt, dass sich Widerstand gegen die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in Berlin regt. Die Demo, an der 200 Rad- und Rollifahrer_innen teilnahmen, führte durch Kreuzberg, Neukölln und Treptow. Aber auch aus Schöneberg und Prenzlauer Berg waren Mieter_innen gekommen, um der Forderung nach einem sofortigem und berlinweitem Umwandlungsstopp Nachdruck zu verleihen. Mit Zwischenkundgebungen vor bedrohten Häusern wurde über die Umwandlungs- und Verdrängungspraxis von BERLIN ASPIRE REAL ESTATE, SALAGROUND GROUP und TAEKKER informiert. Redebeiträge wiesen ausserdem darauf hin, dass diese Firmen nicht nur schamlos mit den Mieter_innen verfahren, sondern auch die Käufer_innen über den Tisch ziehen.



Wir dokumentieren hier den Redebeitrag der Mieter_innengemeinschaft Reichenberger 114:

"Unser Haus war Anfang der 90er teilweise besetzt. Durch die nachbarschaftliche Solidarität der Mieter_innen mit den Besetzer_innen wurden im Zuge der Sanierung und Modernisierung Verträge ausgehandelt. Die Bewohner_innen mit Mietverträgen machten nämlich ihre Zustimmung zur Modernisierung davon abhängig, dass auch die Bewohner_innen ohne Mietverträge welche bekamen. Unser Haus war schließlich das letzte der Straße, das mit öffentlichen Geldern saniert wurde. Die Sanierung war 1995 abgeschlossen und die Förderbindung läuft im Mai 2015 aus. Bisher sind alle Wohnungen WBS-gebunden.

Doch die Finanzkrise und der Immobilienboom in Berlin hat schon vor Jahren das Spekulationsinteresse auch an unserem Haus geweckt. In den letzten drei Jahren wurde es vier Mal verkauft. Anfangs hatten die Eigentümer noch Namen und Gesichter. Und weil sie sehr schnell begriffen, dass sie mit uns als organisierte und widerständige Mieter_innen nicht das schnelle und sicher Geld machen werden, das sie wollten, haben sie uns jedes Mal schnell wieder verkauft. Seit Frühjahr diesen Jahres ist der neue Eigentümer unseres Hauses eine Subfirma von BERLIN ASPIRE REAL ESTATE.

Zwei Wochen vor dem Eigentümerwechsel wurde die BEARM Hausverwaltung gegründet, die uns sofort übernahm und zu 95% BERLIN ASPIRE gehört. Ihre erste Maßnahme war die Aufforderung an uns Mieter_innen, mit Personalausweis im Hof zu erscheinen und alle unsere Hausschlüssel austauschen zu lassen. Offensichtlich eine reine Kontrollmaßnahme, die wir nicht mitmachten. Wir haben uns zusammengetan und uns kollektiv über einen Anwalt vertreten lassen. Frank Emuth, der Geschäftsführer der BEARM, war stinksauer und konnte bis heute die Schlüssel-Kontroll-Austausch-Maßnahme nicht durchführen. Auch hilflose Versuche unsere Hausfassade und Toreinfahrt weis zu machen, wurden prompt beantwortet. Als nächstes hat Aspire den Bauantrag für Balkone und Aufzüge gestellt und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen beantragt.

Aufzüge, Balkone, Eigentums- und Ferienwohnungen hier? Vergesst es!

Seit fast 30 Jahren ist die Reiche 114 ein Ort, an dem um Wohnraum gekämpft wird und seit dieser Zeit ist sie für uns ein Ort, an dem wir im Nebeneinander und Miteinander unserer verschiedenen Lebensentwürfe eine angenehme und solidarische Nachbarschaft praktizieren. Und das werden wir uns nicht widerspruchslos von Investor_innen und Politiker_innen kaputt machen lassen! Wir bleiben Riskio-Kapital und ein Investoren-Alptraum!

Gegen Verdrängung! Gegen Umwandlung! Gegen Zwangsräumung! Die Reiche 114 bleibt!

Apropos Zwangsräumung: Hier gegenüber in der Reichenberger 73 wurden Anfang des Jahres zwei Mietparteien zwangsgeräumt. Der Hausbesitzer ist der Rechtsanwalt und Notar Ernst Brenning. Er gehört zum Landesvorstand der CDU und besitzt noch mehr Häuser. Im Prenzlauer Berg begann er ein sechsgeschossiges Wohnhaus in der Kollwitzstraße 42 zu bauen. Doch Anwohner klagten bis vor das Bundesverwaltungsgericht gegen die zu dichte Bebauung in ihrem Hof. Nun steht fest: Das fast bezugsfertige Haus muss abgerissen werden! Wir gratulieren den Anwohnern an dieser Stelle ganz herzlich zu diesem Urteil!"

Hier ein Bericht in der RBB Abendschau und ein Gespräch mit dem verantwortlichen Senator für Stadtentwicklung Michael Müller:

July 14, 2014

Umwandlungsstopp sofort! Fahrraddemo: Montag // 21.07. // 17:30 // Kottbusser Tor

Stop conversion into condominiums! Bike rally: Monday // July 21 // 5:30 pm // Kottbusser Tor

Wir fordern:
  • einen sofortigen und berlinweiten Umwandlungsstopp von Miet- in Eigentumswohnungen!
  • ein ausnahmsloses Umwandlungsverbot in allen Milieuschutzgebieten!
  • die Einführung einer Umwandlungsverordnung mit Genehmigungspflicht in ganz Berlin!
  • die Aufnahme aller von Verdrängung besonders stark betroffenen Innenstadtgebieten in die soziale Erhaltungsverordnung (Milieuschutz)!
  • die Rekommunalisierung des privaten Wohnungs- und Mietshausbestandes durch die Einführung eines berlinweiten, kommunalen Vorkaufsrechts durch einen nicht profitorientierten kommunalen Träger!
  • Einführung einer wirksamen Mietenbremse im Sinne der Mieter_innen!

Unter folgenden Links könnt ihr die Flyer downloaden
: 1 mal auf DIN A 4 und 2 mal auf DIN A 4 - zum Ausdrucken, Kopieren und Verteilen oder Kleben. Auf gelbem Papier sieht's besonders schön aus...



June 19, 2014

21.6., 11 h: Kundgebung am Belforter Karree // Solidarity with the tenents of Belforter Karree!

Die Bewohner_innen des Belforter Karree rufen für den 21.6. um 11 Uhr zu einer Kundgebung auf:

Als Genossenschaftsmodell gebaut, ist der Wohnblock zwischen Belforter und Metzer Straße von seinen Mieter_innen viele Jahre bewohnt, gepflegt und modernisiert worden. Doch der Investor Rainer Bahr, Geschäftsführer von Econcept, will die Wohnanlage abreissen, um Platz für Luxus-Eigentumswohnungen zu schaffen.

Um die Mieter_innen loszuwerden, schikaniert er sie mit Räumungsklagen. Zwei Klagen konnten vor Gericht bereits erfolgreich abgewendet werden. Aber die Mieter_innen des Beforter Karrees brauchen weiter Unterstützung! Kommt zur Kundgebung am 21. Juni und zeigt, dass sie nicht alleine sind!

http://belforterunterstuetzen.blogsport.de/

June 13, 2014

ZERSTÖRT ZERSTÖRT // DESTROY DESTROY

Screenshot: imdickicht.de
Know you enemy! - oder: Was Politiker_innen antreibt. Das Online-Spiel ZERSTÖRT ZERSTÖRT zeigt karrikierend die Macht des Politik-Immobilienbranche-Komplexes auf.

"Der Spieler findet sich in der Rolle eines einflussreichen Politikers, dessen Ziel es ist, die Stadt von wenig lukrativem Pöbel zu befreien, der da mit seinen vielfältigen Lebensentwürfen und seiner Kultur das Stadtbild stört. Es gilt bunte Häuser zu zerstören und sie durch Architektur für die obere Mittelschicht zu ersetzen. Dafür plant der Spieler mit Bauunternehmern einen Bau und schickt dann die Polizei, um eventuelle Demonstranten mit Knüppeln von der Notwendigkeit des Projektes zu überzeugen. Anders als in der Offline-Welt schwindet hier bei allzu hartem Durchgreifen die Gunst der Wähler, so dass man sich mit der Presse gut stellen muss, die mit schicken Fotots die Popularität wieder steigert. Danach kommt der Bagger und es ensteht eine weitere luxuriöse Wohnanlage in bester Citylage." (eigene Homepage)

Neugierig? ZERSTÖRT ZERSTÖRT online spielen bei Kongregate.  

For English version press "e" after loading.

June 12, 2014

Schlössertausch fällt vorerst aus - "BERLIN A$PIRE to raise rents...?"




Für Alle, die nicht dabei waren: Eine schöne Aktion zum Schössertausch, mit dem die BEAM im Auftrag von BERLIN ASPIRE die Mieter_innen schikaniert - mit chinesischem Pass, freundlichem Lächeln, persönlicher Ansprache und Geldangebot. Nur die zwei sprichwörtlichen Hintermänner machten ihrem Namen alle Ehre und wollten nicht auf's Foto.

For those who weren't present: a nice action on occasion of the lock exchange by which BEAM on behalf of BERLIN ASPIRE has harassed the tenants - with chinese passport, a friendly smile, a personal approach and a bloody money offer. As expected, the two instigators behaved proverbially and missed to be on the photo... 

Gentrifizierung im Reichenberger-Kiez